Hintergrund zum
Programm

Fotoausstellung »Zwei Geschichten aus Georgien« Künstlerwerkstatt L6

Georgien – gesehen mit den Augen einer georgischen und eines europäischen Künstlers. Die georgische Künstlerin Nino Alavidze zeigt die Serie »Mitarbi«, dabei geht es um ein georgisches Dorf in Samzche-Dschawachetien. Sie erzählt mit ihren Bildern eine Geschichte, welche ihre Wurzel schon in 80-ger Jahre hat.

Der Schweizer Fotograf Christoph Schumacher zeigt in seiner Serie »Not Yet« die Lebenswirklichkeit von jungen Musikern im heutigen Georgien, ihr Leben, ihr Alltag und ihre Träume.

A True Story Galerie Bollhorst

Ein gemeinsames Projekt von Nona Otarashvili (Keramik) und Sophia Tabatadze (Grafik). Für diese Arbeiten wurden grober, schwarzer Ton und feines, weißes Porzellan gegenüber gestellt. Die klare grafische Linie verbindet diese gegensätzlichen Materialien; das Werk überrascht durch eine unerwartete Harmonie.

Die Serie besteht aus vielen kleinen Porzellan-Plättchen, großen Ton-Tellern, Schneidebrettern und Vasen. Neben der künstlerischen Qualität der Arbeiten, können einige der Objekte auch funktional im Alltag benutzt werden.

Mzis Qalaqi – City of the Sun – Dokumentarfilm, Georgien 2016 Kommunales Kino, Alter Wiehre-Bahnhof

Einst wurden in den Minen Tschiaturas bis zu 50 Prozent des weltweit benötigten Metalls Mangan gefördert. Heute wirkt der westgeorgische Ort wie eine apokalyptische Geisterstadt. MZIS QALAQI porträtiert einige verbliebene Einwohner: Musiklehrer Zurab zerlegt marode Betonbauten, um mit den Eisenträgern ein Zubrot zu verdienen. Archil arbeitet noch im Bergwerk, seine Leidenschaft gilt jedoch einer Laientheatergruppe. Zwei junge Athletinnen trainieren trotz Mangelernährung stoisch für die nächsten Olympischen Spiele.

In seinem Debütfilm gibt Regisseur Rati Oneli faszinierende Einblicke in einen Lebensraum, dessen düstere Industrieruinen gewaltig und kulissenhaft zugleich wirken. Ein Gewirr maroder Stromkabel und betagter Seilbahnen durchzieht Tschiatura wie verstopfte Blutbahnen einen siechenden Organismus, der unermüdlich dem Lauf des Lebens trotzt. MZIS QALAQI erinnert uns an die Flüchtigkeit von Utopien. In der Stadt, in der die Sonne niemals scheint, sind es einzig ihre Bewohner, die Wärme generieren. Viel mehr als dem Minenunternehmen gelingt Oneli etwas Großartiges: Seine Kamera fördert den wertvollsten Rohstoff zutage – Menschlichkeit. (Ansgar Vogt, forum berlinale)

Berlin International Film Festival, Forum, (Premiere). 2017. Nominated for Glashütte Original Documentary Award

Eclipse Theater Freiburg

Während der Arbeit an dem zweisprachigen deutsch-georgischen Theaterprojekt »Zorn« (Spielzeit 2015/16) am Theater Freiburg wurde die Idee für eine Produktion für die »Georgische Woche« geboren.

Maia Koberidze und Nino Burduli haben nach einer Theateraufführung für das Freiburger Publikum gesucht, welche rein non-verbal mit dem Publikum der beiden Länder kommunizieren sollte. Zusammen mit den Schauspielern des »Movement Theaters Tbilisi« hat Nino Burduli im Herbst 2016 die Produktion »Eclipse« realisiert – ein Stück welches tatsächlich keine Übersetzung benötigt.

»Eliso« – Stummfilm Georgien (1928) Kommunales Kino, Alter Wiehre-Bahnhof

 

„Eliso“ von Nikoloz Shengelaia ist 1928 entstanden und gehört zu den Meisterwerken der Kinematografie. Brillanter Schnitt, Bildkomposition, Charaktere und Figuren sind in ihrer Wirkung heute ebenso beeindruckend wie vor beinahe 100 Jahren. „Eliso“ basiert auf wahren Ereignissen im Russischen Reich im Jahr 1864. Alle Bewohner eines tschetschenischen Auls werden in die Türkei deportiert und für immer aus ihrer Heimat verbannt. Der Dorfälteste und seine Tochter Eliso rebellieren. Die junge muslimische Frau steht vor einer schweren Wahl –Heimat und Tradition oder ihre Liebe zu einem jungen Christen namens Vazia. Sie opfert ihre große Liebe und bleibt ihrem Versprechen, ihrer Religion und ihrem Volk treu.

Mit seinem Film war der Regisseur – ehemaliger Physiker, Schauspieler und Lyriker – seiner Zeit voraus und hat ein monumentales Werk geschaffen, welches auch heute seine Aktualität nicht verloren hat.

Regie – Nikoloz Shengelaia
Drehbuch – Nikoloz Shengelaia und Sergei Tretyakov
Mit Kyra Andronikashvili und Kochta Kharalashvili
Musik von 2015 – Nika Machaidze

»Märchen aus dem Koffer« Lesung mit einem Koffer voller Überraschungen

Das Grimm-Märchen »Tischlein deck’ dich«, aus der Sicht von einem deutsch-georgischen Team aus Freiburg erzählt. Künstlerin Veka Shakulasvili und die Erzählerin Lena Amberger – tatkräftig unterstützt von  George (17) und Lucas (8) – haben eine ganz eigene Interpretation dieser bekannten Geschichte entwickelt.

Der Koffer spielt dabei eine zentrale Rolle, enthält er doch fantastisch bewegte Bilder und zauberhafte Musik. Aber eigentlich kann man dies nicht in Worte fassen – man muss es selber sehen.

Kammermusikkonzert »Georgische Begegnungen mit Schostakowitsch«

An diesem Abend erklingen Kompositionen von den zwei bekanntesten georgischen Komponisten des 20. Jahrhundert sowie ein Klavierquintett von Dmitri Schostakowitsch.

Der große Einfluss des russischen Komponisten auf das künstlerische Schaffen von Sulchan Zinzadse und Nodar Gabunia ist nicht zu überhören und die privaten Begegnungen der beiden mit dem russischen Komponisten haben dabei auch eine große Rolle gespielt.

Familienvorstellung »Die Geschichte vom Floh und der Ameise«

»Die Geschichte vom Floh und der Ameise« mag dem Freiburger Publikum schon bekannt sein – in der Version mit einer georgischen Balletttänzerin.

Im Rahmen der »georgischen Woche« wird dem Publikum nun eine ganz neue Geschichte erzählt. Die Hauptdarstellerin bleibt eine Tänzerin, aber eine Freiburgerin, welche dem Publikum als Jazztänzerin und Musical-Tänzerin und -akteurin bekannt ist.

»Moira« – Spielfilm, Georgien 2015 Kommunales Kino, Alter Wiehre-Bahnhof

Mit Künstlergespräch mit Paata Inauri (Hauptrolle).

„Moira“ von Levan Tutberidze ist 2015 entstanden und wurde als „Winner, Best Film Asian World Festival 2015“, „Winner, SIGNIS Award San Sebastian Film Festival 2015“ und „Nomination, Warsaw Film Festival 2015“ ausgezeichnet Mamuka ist frisch aus dem Gefängnis entlassen und fest entschlossen, ein neues Leben zu beginnen, mit dem er seiner Familie finanziell unter die Arme greifen möchte. Da sein Vater im Rollstuhl sitzt und seine Mutter im Ausland arbeitet, hofft er, durch den Ankauf eines Fischerbootes genug Geld verdienen zu können, um die Familie wieder zu einen. Doch das Schicksal hat einen anderen Plan für ihn vorgesehen …

Regie – Levan Tutberidze
Drehbuch – Goga Kobalia, Davit Pirskhalava, Levan Tutberidze
Mit Ani Bebia, Paata Inauri, Jano Izoria
Musik – Nukri Abashidze

»Schönheit«

»Schönheit« ist eine Produktion, welche unterschiedliche Sparten auf eine neue, besondere Art auf der Bühne in Form einer experimentellen Bühnenproduktion zusammen bringt und dabei nach neuen, unserer Zeit angemessenen Ausdrucksformen sucht.

Es ist die Geschichte einer Frau, erzählt von einem Frauen-Künstler-Team mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen (Deutschland und Georgien). Das führt dazu, dass der Austausch während des Arbeitsprozesses nicht nur professionelle Fragen in den Vordergrund stellt, sondern auch viele gesellschaftliche Fragen aufwirft; wie z.B. die Stellung der Frau in der jeweiligen Gesellschaft.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen